Zum Inhalt springen
SkyGeoScan

Projekt

Vom Schaden zur digitalen Akte: unser Punktwolken-Cloudviewer und das Schadenskataster

Aus dem Schadensbericht direkt an die Stelle im Gebäude springen – die Punktwolke im Browser begehen, jede Akte mit Maßnahmen und QR-Code.

· Sebastian Schröder

Vom Schaden zur digitalen Akte: unser Punktwolken-Cloudviewer und das Schadenskataster

Das Wichtigste vorab

  • Die Punktwolke stellen wir dem Kunden in einem Punktwolken-Cloudviewer bereit – er bewegt sich am Computer frei durch sein Gebäude, inklusive Detailbildern und Panorama-Ansichten.
  • Aus dem Schadensbericht führt zu jedem Schaden ein Link direkt in den Cloudviewer – ein Klick springt an die Stelle des Schadens.
  • Jede Schadensakte hält nicht nur den Schaden fest, sondern auch Maßnahmen, mögliche Auswirkungen und den Sanierungsweg.
  • Ein QR-Code am Bauteil öffnet die Akte mit allen Details.
  • Alle Angaben stammen aus einem echten Projekt von uns.

In den ersten beiden Teilen dieser Serie ging es um die Erfassung: vom 3D-Laserscan zum verformungsgerechten Modell und warum wir die Schadenskartierung neu denken. Jetzt geht es um das Ergebnis – und das ist mehr als ein PDF im Ordner. Es ist ein digitales Kataster, mit dem alle Beteiligten arbeiten können.

Der Punktwolken-Cloudviewer: das Gebäude frei begehen

Die Punktwolke bleibt bei uns nicht auf der Festplatte liegen. Wir stellen sie dem Kunden in einem Punktwolken-Cloudviewer bereit – direkt im Browser, ohne Spezialsoftware. Das Prinzip kennen Sie von unseren digitalen Rundgängen.

Darin bewegt sich der Kunde am Computer frei durch sein Gebäude, von Standpunkt zu Standpunkt, vom Kirchenschiff bis unters Dach. Mit dabei sind:

  • Detailbilder an den relevanten Stellen – scharfe Aufnahmen dort, wo die Punktwolke allein nicht genug zeigt.
  • Panorama-Bilder, in denen der Kunde sein Gebäude wie vor Ort anschauen kann.
Innenansicht eines historischen Dachstuhls im Punktwolken-Cloudviewer mit markierten SchadenspunktenIm Punktwolken-Cloudviewer bewegt man sich frei durch den Dachstuhl; farbige Marker führen zu den Schadenspunkten (anonymisiert).

So wird aus abstrakten Messdaten etwas Anschauliches: Der Bauherr, die Kirchengemeinde oder das Denkmalamt sehen ihr Objekt, ohne selbst aufs Gerüst zu steigen.

Kolorierte Punktwolke eines Kirchendachwerks in der DraufsichtKolorierte Punktwolke des Dachwerks in der Draufsicht – die Rohdaten hinter dem begehbaren Modell.

Vom Schadensbericht direkt zur Stelle im Cloudviewer

Der eigentliche Mehrwert entsteht, wenn Bericht und Modell zusammenspielen. Im Schadensbericht trägt jeder Schaden einen Link in den Punktwolken-Cloudviewer: Ein Klick springt genau an die Stelle, an der der Schaden sitzt.

Damit hört das Blättern und Suchen auf. Wer im Bericht liest „Deckenbalken, Grad zerstört“, klickt einmal und steht im Cloudviewer genau an diesem Balken. Das spart auf beiden Seiten Zeit – und verhindert Verwechslungen.

Aktuell verorten wir den Schaden im maßstäblichen 2D-Plan; der Bericht führt über den Link genau zu dieser Stelle im Cloudviewer.

Unser nächster Schritt: Wir arbeiten daran, die Schäden direkt im 3D-Modell zu markieren. Dann ist jeder Schaden nicht nur Sprungziel, sondern ein eigener Punkt im begehbaren Modell – anklickbar mitten in der Punktwolke. Die Grundlage dafür haben wir bereits gelegt: Die Geometrie liegt in echten Metern vor, und jeder Schaden ist eindeutig einem Bauteil zugeordnet.

Die digitale Schadensakte: nicht nur der Schaden, auch die Lösung

Zu jedem Schaden gehört eine Akte. Und die hält mehr fest als nur „hier ist etwas kaputt“:

  • Der Schaden selbst: Bauteil, Schadensart, Schadensgrad, Prüfumfang, Fotos.
  • Die Maßnahme: was zu tun ist – und welche Auswirkungen ein Schaden haben kann, wenn er nicht behandelt wird.
  • Der Sanierungsweg: wie eine Instandsetzung durchgeführt werden kann.

So wird die Akte vom reinen Schadensvermerk zur Arbeitsgrundlage für die Sanierung. Die fachliche Bewertung und die konkreten Maßnahmen legen dabei Denkmalpfleger, Statiker und Zimmerer fest – wir liefern die Struktur, in der das sauber dokumentiert ist.

Ein QR-Code – die ganze Akte

Jeder Schaden trägt einen QR-Code. Wer ihn scannt – der Zimmerer auf der Baustelle, die Architektin, das Denkmalamt –, öffnet die Akte mit allen Details direkt am Handy: Fotos, Beschreibung, Bauteil, Schadensgrad, Maßnahme und Status.

Der QR-Code lässt sich zerstörungsfrei am Bauteil anbringen (siehe Teil 2). Aus dem Code am Holz wird so der direkte Zugang zur vollständigen digitalen Akte – kein Suchen im Aktenordner, keine veraltete Kopie.

Holzschild mit QR-Code am Balken, mit Naturseil zerstörungsfrei befestigt – ein Scan öffnet die SchadensakteEin Scan des QR-Codes öffnet die vollständige Schadensakte. Das Schild ist mit einem natürlichen Seil zerstörungsfrei am Holz befestigt – ganz ohne Schrauben oder Nägel. (Test-Code SGS-TEST1) Kurzvideo: das digitale Schadenskataster in der Anwendung.

Ein Datensatz, viele Ausgaben

Alles greift auf dieselbe Datenbank zu. Aus einem Schaden entstehen:

  • der Schadensbericht (PDF/Word) mit Mängelliste und Maßnahmen,
  • der maßstäbliche Plan-Druck (bis A0) mit verorteten Schäden,
  • die Online-Akte hinter dem QR-Code,
  • der Punktwolken-Cloudviewer mit dem begehbaren Modell und dem Sprung aus dem Bericht.

Ändert sich ein Eintrag, ändern sich alle Ausgaben mit – es gibt keine veraltete Version.

Häufige Fragen

Braucht der Kunde spezielle Software für den Cloudviewer?

Nein. Der Punktwolken-Cloudviewer läuft im Browser; ein Link genügt.

Was zeigt der QR-Code genau?

Die vollständige Schadensakte: Fotos, Bauteil, Schadensgrad, Maßnahme und Status. Fotos sind standardmäßig geschützt und nur nach Freigabe sichtbar.

Bleiben die Daten aktuell?

Ja. Bericht, Plan-Druck, Online-Akte und Cloudviewer speisen sich aus einer Datenbank – eine Änderung wirkt überall.

Fazit

Aus Messdaten wird ein lebendiges Kataster: ein begehbares Modell im Punktwolken-Cloudviewer, aus dem Bericht direkt zur Stelle springen, Akten mit Maßnahmen und ein QR-Code, der die ganze Geschichte eines Bauteils öffnet. Das ist der Unterschied zwischen einem Bericht, der im Schrank verstaubt, und einer Dokumentation, mit der man arbeitet.

Sprechen Sie uns an. Gerne führen wir Ihnen den Punktwolken-Cloudviewer und das Schadenskataster in einem persönlichen Termin oder live online vor.


Diese Serie in drei Teilen: Teil 1 – Vom 3D-Laserscan zum verformungsgerechten IFC-Modell · Teil 2 – Schadenskartierung am Dachwerk · Teil 3 – Cloudviewer & digitales Schadenskataster (dieser Beitrag)

Fragen zu Ihrem Objekt?

Schildern Sie mir kurz, worum es geht – Sie bekommen binnen 24 Stunden ein Festpreisangebot.

Projekt besprechen

Weiterlesen

Andere Beiträge

Vorschaubild: Vom digitalen Aufmaß zum Grundriss – so entsteht ein Plan aus der Punktwolke
Praxis

Vom digitalen Aufmaß zum Grundriss – so entsteht ein Plan aus der Punktwolke

Pläne vom Haus fehlen oder stimmen nicht mehr? So werden aus dem Laserscan Grundrisse und Schnitte, mit denen der Planer direkt arbeiten kann. Mit Beispielplan und Erklärung aller Höhenangaben.

Beitrag lesen
Vorschaubild: 3D-Laserscanning einer denkmalgeschützten Kirche: vom Scan zur Schadenskartierung
Projekt

3D-Laserscanning einer denkmalgeschützten Kirche: vom Scan zur Schadenskartierung

Ein historisches Kirchendachwerk, millimetergenau erfasst und bis zum IFC-Modell aufbereitet – Grundlage für Schadenskartierung und Sanierung.

Beitrag lesen
Vorschaubild: ScanAkte: unsere App für die digitale Schadenserfassung – vom Dachstuhl bis zur Fassade
Eigenentwicklung

ScanAkte: unsere App für die digitale Schadenserfassung – vom Dachstuhl bis zur Fassade

Warum wir eine eigene App gebaut haben, wie sie ohne Empfang funktioniert und was der QR-Code am Bauteil bringt.

Beitrag lesen
Vorschaubild: Schadenskartierung am historischen Dachwerk: warum wir neue Wege gehen
Projekt

Schadenskartierung am historischen Dachwerk: warum wir neue Wege gehen

Statt Papierplan und Nachtragen im Büro: Schäden direkt vor Ort erfassen, angelehnt an die Nummerierung, die schon am Bauteil steht.

Beitrag lesen
Vorschaubild: Was ist eine Punktwolke? Einfach erklärt – Entstehung, Nutzen und Vorteile
Grundlagen

Was ist eine Punktwolke? Einfach erklärt – Entstehung, Nutzen und Vorteile

Millionen einzelner Messpunkte ergeben ein exaktes Abbild eines Gebäudes. Was dahintersteckt, wie so eine Aufnahme entsteht und was Sie damit anfangen können.

Beitrag lesen