Das Wichtigste vorab
- Die Punktwolke stellen wir dem Kunden in einem Punktwolken-Cloudviewer bereit – er bewegt sich am Computer frei durch sein Gebäude, inklusive Detailbildern und Panorama-Ansichten.
- Aus dem Schadensbericht führt zu jedem Schaden ein Link direkt in den Cloudviewer – ein Klick springt an die Stelle des Schadens.
- Jede Schadensakte hält nicht nur den Schaden fest, sondern auch Maßnahmen, mögliche Auswirkungen und den Sanierungsweg.
- Ein QR-Code am Bauteil öffnet die Akte mit allen Details.
- Alle Angaben stammen aus einem echten Projekt von uns.
In den ersten beiden Teilen dieser Serie ging es um die Erfassung: vom 3D-Laserscan zum verformungsgerechten Modell und warum wir die Schadenskartierung neu denken. Jetzt geht es um das Ergebnis – und das ist mehr als ein PDF im Ordner. Es ist ein digitales Kataster, mit dem alle Beteiligten arbeiten können.
Der Punktwolken-Cloudviewer: das Gebäude frei begehen
Die Punktwolke bleibt bei uns nicht auf der Festplatte liegen. Wir stellen sie dem Kunden in einem Punktwolken-Cloudviewer bereit – direkt im Browser, ohne Spezialsoftware. Das Prinzip kennen Sie von unseren digitalen Rundgängen.
Darin bewegt sich der Kunde am Computer frei durch sein Gebäude, von Standpunkt zu Standpunkt, vom Kirchenschiff bis unters Dach. Mit dabei sind:
- Detailbilder an den relevanten Stellen – scharfe Aufnahmen dort, wo die Punktwolke allein nicht genug zeigt.
- Panorama-Bilder, in denen der Kunde sein Gebäude wie vor Ort anschauen kann.

So wird aus abstrakten Messdaten etwas Anschauliches: Der Bauherr, die Kirchengemeinde oder das Denkmalamt sehen ihr Objekt, ohne selbst aufs Gerüst zu steigen.

Vom Schadensbericht direkt zur Stelle im Cloudviewer
Der eigentliche Mehrwert entsteht, wenn Bericht und Modell zusammenspielen. Im Schadensbericht trägt jeder Schaden einen Link in den Punktwolken-Cloudviewer: Ein Klick springt genau an die Stelle, an der der Schaden sitzt.
Damit hört das Blättern und Suchen auf. Wer im Bericht liest „Deckenbalken, Grad zerstört“, klickt einmal und steht im Cloudviewer genau an diesem Balken. Das spart auf beiden Seiten Zeit – und verhindert Verwechslungen.
Aktuell verorten wir den Schaden im maßstäblichen 2D-Plan; der Bericht führt über den Link genau zu dieser Stelle im Cloudviewer.
Unser nächster Schritt: Wir arbeiten daran, die Schäden direkt im 3D-Modell zu markieren. Dann ist jeder Schaden nicht nur Sprungziel, sondern ein eigener Punkt im begehbaren Modell – anklickbar mitten in der Punktwolke. Die Grundlage dafür haben wir bereits gelegt: Die Geometrie liegt in echten Metern vor, und jeder Schaden ist eindeutig einem Bauteil zugeordnet.
Die digitale Schadensakte: nicht nur der Schaden, auch die Lösung
Zu jedem Schaden gehört eine Akte. Und die hält mehr fest als nur „hier ist etwas kaputt“:
- Der Schaden selbst: Bauteil, Schadensart, Schadensgrad, Prüfumfang, Fotos.
- Die Maßnahme: was zu tun ist – und welche Auswirkungen ein Schaden haben kann, wenn er nicht behandelt wird.
- Der Sanierungsweg: wie eine Instandsetzung durchgeführt werden kann.
So wird die Akte vom reinen Schadensvermerk zur Arbeitsgrundlage für die Sanierung. Die fachliche Bewertung und die konkreten Maßnahmen legen dabei Denkmalpfleger, Statiker und Zimmerer fest – wir liefern die Struktur, in der das sauber dokumentiert ist.
Ein QR-Code – die ganze Akte
Jeder Schaden trägt einen QR-Code. Wer ihn scannt – der Zimmerer auf der Baustelle, die Architektin, das Denkmalamt –, öffnet die Akte mit allen Details direkt am Handy: Fotos, Beschreibung, Bauteil, Schadensgrad, Maßnahme und Status.
Der QR-Code lässt sich zerstörungsfrei am Bauteil anbringen (siehe Teil 2). Aus dem Code am Holz wird so der direkte Zugang zur vollständigen digitalen Akte – kein Suchen im Aktenordner, keine veraltete Kopie.

Ein Datensatz, viele Ausgaben
Alles greift auf dieselbe Datenbank zu. Aus einem Schaden entstehen:
- der Schadensbericht (PDF/Word) mit Mängelliste und Maßnahmen,
- der maßstäbliche Plan-Druck (bis A0) mit verorteten Schäden,
- die Online-Akte hinter dem QR-Code,
- der Punktwolken-Cloudviewer mit dem begehbaren Modell und dem Sprung aus dem Bericht.
Ändert sich ein Eintrag, ändern sich alle Ausgaben mit – es gibt keine veraltete Version.
Häufige Fragen
Braucht der Kunde spezielle Software für den Cloudviewer?
Nein. Der Punktwolken-Cloudviewer läuft im Browser; ein Link genügt.
Was zeigt der QR-Code genau?
Die vollständige Schadensakte: Fotos, Bauteil, Schadensgrad, Maßnahme und Status. Fotos sind standardmäßig geschützt und nur nach Freigabe sichtbar.
Bleiben die Daten aktuell?
Ja. Bericht, Plan-Druck, Online-Akte und Cloudviewer speisen sich aus einer Datenbank – eine Änderung wirkt überall.
Fazit
Aus Messdaten wird ein lebendiges Kataster: ein begehbares Modell im Punktwolken-Cloudviewer, aus dem Bericht direkt zur Stelle springen, Akten mit Maßnahmen und ein QR-Code, der die ganze Geschichte eines Bauteils öffnet. Das ist der Unterschied zwischen einem Bericht, der im Schrank verstaubt, und einer Dokumentation, mit der man arbeitet.
Sprechen Sie uns an. Gerne führen wir Ihnen den Punktwolken-Cloudviewer und das Schadenskataster in einem persönlichen Termin oder live online vor.
Diese Serie in drei Teilen: Teil 1 – Vom 3D-Laserscan zum verformungsgerechten IFC-Modell · Teil 2 – Schadenskartierung am Dachwerk · Teil 3 – Cloudviewer & digitales Schadenskataster (dieser Beitrag)